Ruhe beginnt mit der richtigen Maßnahme.
Ob eine vorhandene Wand akustisch verbessert oder eine neue freistehende Lärmschutzwand gebaut wird: Entscheidend sind Schallweg, Standort, Höhe, Länge und eine zur Straßenseite absorbierende Oberfläche.
≡ STRASSENLÄRM REDUZIEREN
Besteht bereits eine ausreichend massive Wand, kann ihre Straßenseite mit LSA-Absorbersteinen akustisch verbessert werden. Die Elemente werden auf den tragfähigen Untergrund geklebt und zusätzlich mechanisch verschraubt.
Für eine neue freistehende Lärmschutzwand werden DSI-Steine eingesetzt. Sie bilden mit Bewehrung und Betonkern ein massives, standsicher zu planendes Wandsystem mit schallabsorbierender Oberfläche.
Die Wand sollte den direkten Schallweg zwischen Straße und Ruhebereich unterbrechen, möglichst nah an der Quelle stehen und seitlich weit genug reichen. Öffnungen und zu kurze Wandenden schwächen die Abschirmung.
≡ ABSCHIRMUNG UND ABSORPTION
Eine massive, lückenlose Wand zwingt den Straßenlärm zu einem längeren Weg über die Wandoberkante und um die Enden. LSA- oder DSI-Absorberflächen nehmen zusätzlich einen Teil der auftreffenden Schallenergie auf und vermindern Reflexionen zur Straßenseite.
Direkte Sichtlinie unterbrechen
Wand möglichst quellnah anordnen
Lücken und kurze Enden vermeiden
Absorber zur Straßenseite ausrichten
≡ VIER FAKTOREN FÜR EINE WIRKSAME WAND
Die Oberkante muss den direkten Schallweg von Reifen und Fahrbahn zum gewünschten Ruhebereich deutlich unterbrechen. Gelände und Empfangshöhe gehören in die Betrachtung.
Bei gleicher Höhe wirkt eine Wand in der Regel günstiger, wenn sie nahe an der Lärmquelle steht. Grundstücksgrenze, Sicherheit und Baurecht setzen den möglichen Standort.
Der Schall darf die Wand nicht einfach seitlich umgehen oder durch Tore und Spalten dringen. Wandenden, Ecken und notwendige Öffnungen müssen mitgeplant werden.
LSA verbessern eine geeignete Bestandswand; DSI bilden eine neue massive Wand. In beiden Fällen gehört die strukturierte Absorberfläche auf die belastete Straßenseite.
Wir prüfen mit Ihnen, ob eine vorhandene Wand mit LSA nachgerüstet werden kann oder eine neue freistehende Wand aus DSI die technisch sinnvollere Lösung ist.
≡ HÄUFIGE FRAGEN
Eine wirksame Lösung ergibt sich aus vorhandener Bausubstanz, Lärmquelle, Gelände, Wandgeometrie und dem zu schützenden Bereich.
Eine geeignete massive Bestandswand kann straßenseitig mit LSA-Absorbersteinen nachgerüstet werden. Sie werden auf den vorbereiteten Untergrund geklebt und zusätzlich verschraubt. Die Tragfähigkeit und Befestigung müssen vorab geprüft werden.
Fehlt eine geeignete massive Wand oder reicht deren Geometrie nicht aus, kann eine neue freistehende Lärmschutzwand aus DSI-Steinen geplant werden. Fundament, Bewehrung und Betonkern werden auf Höhe, Windlast und Baugrund abgestimmt.
Eine pauschale Mindesthöhe gibt es für die akustische Wirkung nicht. Die Wand muss die direkte Sichtlinie zwischen maßgeblicher Schallquelle und dem zu schützenden Bereich unterbrechen. Terrasse und Obergeschoss erfordern unterschiedliche Höhen.
Jede Öffnung bietet dem Schall einen direkten Weg. Auch zu kurze Wandenden können dazu führen, dass Verkehrslärm seitlich in den geschützten Bereich gelangt.
Tore und Durchgänge müssen deshalb akustisch und konstruktiv in die Gesamtplanung einbezogen werden.
Eine absorbierende Oberfläche kann geometrische Lücken nicht ersetzen.
Eine quellnahe Wand schneidet den direkten Schallweg meist wirksamer ab als dieselbe Wand in größerer Entfernung. Der Standort muss jedoch mit Grundstücksgrenze, Sichtverhältnissen, Leitungen und örtlichem Baurecht vereinbar sein.
Sie finden PDFs dazu unter » Technik - Dokumente und Anleitungen
Das richtet sich nach Landesrecht, Bebauungsplan, örtlichen Satzungen, Wandhöhe und Standort. Auch die Nachrüstung einer Bestandswand kann statische oder baurechtliche Fragen auslösen. Die zuständige Behörde sollte vor Beginn verbindlich gefragt werden.
≡ WIRKUNG REALISTISCH BEURTEILEN
Wie stark eine Maßnahme Straßenlärm reduziert, hängt unter anderem von Verkehr, Gelände, Abständen, Wandhöhe, Wandlänge, seitlichen Schallwegen und dem betrachteten Empfangspunkt ab. Ein pauschales Dezibelversprechen wäre deshalb unseriös.
Für den Garten oder eine Terrasse kann eine Wand wirksam sein, während höher liegende Fenster weiterhin direkten Schall erhalten. Das gewünschte Schutzziel muss vor der Planung eindeutig festgelegt werden.
LSA und DSI erfüllen unterschiedliche konstruktive Aufgaben: LSA werden auf eine geeignete Bestandswand geklebt und zusätzlich verschraubt; DSI bilden mit Bewehrung und Betonkern eine neue massive freistehende Wand. Beide Systeme nutzen eine offenporige Holzbetonoberfläche zur Schallabsorption.
Fachliche Grundlage: Umweltbundesamt – Straßenverkehrslärm
Bestandswand
LSA kleben und verschrauben
Freistehende Wand
DSI mit Bewehrung und Betonkern
Geometrie
Höhe, Länge, Position und Lücken
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